Stoßwellentherapie

Was ist Stoßwellentherapie?

Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT) ist eine nicht-invasive, medizinisch anerkannte Behandlungsmethode bei Schmerzen und chronischen Reizungen von Sehnen, Bändern, Muskeln, Kapseln und Knochen. Dabei werden hochenergetische Schallwellen von außen in die schmerzhafte Körperregion geleitet. Diese Wellen aktivieren die Selbstheilungskräfte des Körpers, fördern den Stoffwechsel, verbessern die Durchblutung und regen die Geweberegeneration an.

Welche Formen der Stoßwellentherapie gibt es

Es gibt zwei Hauptformen der ESWT:

Radiale Stoßwellentherapie (rESWT)

Die Stoßwellen breiten sich flächig in der Schmerzzone aus und sind besonders geeignet für oberflächliche Weichteilstrukturen. Typische Anwendungsgebiete:

  • Tennis- oder Golferellenbogen
  • Chronische Schultersehnenbeschwerden (mit oder ohne Kalkablagerungen)
  • Fersensporn / Plantarfasziitis
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Tibiakantensyndrom („Shin Splints“)
  • Chronische Rücken-, Schulter- oder Nackenschmerzen durch Faszienreizungen
Fokussierte Stoßwellentherapie (fESWT)

Die Schallenergie wird gezielt in einer bestimmten Tiefe des Gewebes gebündelt und ist besonders geeignet für punktförmige Schmerzen an Sehnenansätzen oder Knochenübergängen. Typische Anwendungsgebiete:

  • Kalkschulter (Tendinitis calcarea)
  • Tennis-/Golferellenbogen
  • Fersensporn / Plantarfasziitis
  • Achillessehnenbeschwerden
  • Schleimbeutel- oder Sehnenansatzentzündungen an Hüfte und Kniescheibe
  • Falschgelenke (Pseudoarthrosen)

Welche Therapieform ist geeignet?

Die Wahl der Methode hängt von Lokalisation und Tiefe der Beschwerden ab:

  • Radial für Weichteile und oberflächliche Regionen
  • Fokussiert für tieferliegende oder knochennahe Strukturen Oft ist eine Kombination beider Verfahren sinnvoll.

Ablauf & Behandlungsdauer

  • Eine Sitzung dauert meist 5 Minuten.
  • 3–5 Sitzungen werden durchgeführt.
  • Die Behandlungen erfolgen üblicherweise im Abstand von 1–2 Wochen.

Mögliche Nebenwirkungen

Die ESWT gilt als sichere Methode mit wenigen Nebenwirkungen. Selten treten auf:

  • Hautrötung oder kleine Blutergüsse
  • Leichte Schwellung oder Schmerzen am Folgetag

Wann darf die Stoßwelle nicht angewendet werden?

  • Schwangerschaft
  • Bösartiger Tumor im Behandlungsgebiet
  • Akute bakterielle Infektionen oder Entzündungen
  • Blutgerinnungsstörungen
  • Herzschrittmacher (je nach Behandlungsregion – Rücksprache erforderlich)

Kosten

Die Stoßwellentherapie ist eine Privatleistung.

  • Fokussierte Stoßwelle: 80€ pro Region und Sitzung
  • Radiale Stoßwelle: 80€ pro Region und Sitzung
  • Kombinierte Stoßwelle: 100€ pro Region und Sitzung

Wird diese Leistung von meiner Krankenkassen übernommen?

Die Stoßwellentherapie ist eine Privatleistung. Eine teilweise Refundierung der Kosten hängt von der jeweiligen Krankenkasse ab. Bitte informieren Sie sich vor Behandlungsbeginn bei Ihrer Krankenkasse über die aktuellen Tarife und Bewilligungsvoraussetzungen.